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Konzertprogramm und Spielplan 2012
Luigi Cherubini
"Ouvertüre zur Oper 'Lodoiska'" für Orchester
Johann Christian Bach
"Sinfonia concertante in F-Dur" für Oboe, Violoncello und Orchester

Solisten:
Hannah Mörchen, Oboe,
Tobias Borgstädt, Violoncello
Camille Saint-Saens
"Morceau de concert in f-Moll op. 94" für Horn und Orchester

Solistin:
Nora-Fabienne Freytag, Horn
Antonio Rosetti
"Partita Es-Dur" für Holzbläserensemble
Peter I. Tschaikowsky
"Drei Tänze aus der 'Nussknacker-Suite'" für Orchester
Hans Zimmer
Musik zum Film "Pirates of the Caribbean 3 - At World's End" für Orchester
Eindrücke von der Reise nach Krakau 2010:
Ein Stück Reich Gottes auf Erden erlebbar machen
von Joachim von Haebler
In der vergangenen Nacht zurückgekehrt von einer Reise nach Krakau mit dem Orchester der Friedrich-von-Bodelschwingh-Schule, beschäftigen mich immer noch die vielen Eindrücke, die Bilder und Klänge in meinem Kopf.
Mit dem Orchester der dortigen Partnerschule probten die Jugendlichen viele Stunden, sie übernachteten in Gastfamilien, verständigten sich mit Hilfe der englischen Sprache oder auch mit Händen und Füßen, um dann in einem zweistündigen Konzert Werke von Schubert, Grieg und Dvorak aufzuführen.
Ihre Freizeit verbrachten sie in den Gastfamilien, in der wunderbaren Altstadt von Krakau, aber auch - auf eigenen Wunsch - mit einer Exkursion nach Auschwitz. Auf diese Art und Weise wurde Geschichte erfahrbar, wurden Probleme des Verhältnisses zwischen Polen und Deutschland begreifbar und gegenseitige Vorurteile haltlos. Durch das Miteinander, durch gemeinsames Musizieren, Essen und Feiern sind die Jugendlichen sich ein großes Stück nähergekommen. Alle freuen sich nun auf den Gegenbesuch der Polen im Jahr 2011.
Im Monatsspruch für November heißt es beim Propheten Jesaja im 2. Kapitel Vers 4: „ Und er wird richten unter den Heiden und zurechtweisen viele Völker. Da werden sie ihre Schwerter zu Pflugscharen und ihre Spieße zu Sicheln machen. Denn es wird kein Volk wider das andere das Schwert erheben, und sie werden hinfort nicht mehr lernen, Krieg zu führen."
Diese Vision, die beim Propheten Micha in gleicher Weise aufgeschrieben steht, war Anfang der 1980er-Jahre das Schlagwort der Friedensbewegung in der damaligen „DDR" und bildete somit eine wesentliche geistig-geistliche Grundlage für die friedliche Opposition im anderen deutschen Staat. Zeitgleich wurde im Nachbarland Polen durch die Gründung der freien Gewerkschaft Solidarnosc der Grundstein für ein vereintes und freies Europa gelegt.
Der Mecklenburger Theologe Walter Schulz schrieb 1963 den Text zu dem Choral „Es wird sein in den letzten Tagen", der 1987 von ihm erweitert wurde und heute mit der Melodie von Kirchenmusikdirektor Schlenker (Greifswald 1985) unter der Nr. 426 im Evangelischen Gesangbuch steht. Dort greift er das Wort des Propheten Jesaja aus dem 2. Kapitel auf, und lässt alle drei Verse enden mit dem Aufruf: „Auf, kommt herbei! Lasst uns wandeln im Lichte des Herrn!"
Meine Hoffnung für die Zukunft ist, dass Polen und Deutsche in ähnlicher Weise freundschaftlich miteinander leben, wie es mit unseren westlichen Nachbarn in Frankreich bereits seit Langem gelingt. So lässt sich nach meinen Erlebnissen in Polen hoffnungsvoll formulieren: Wenn aus Überfällen Besuche werden, aus Panzern Violinen und aus Raketen Trompeten, kann es gelingen, in Seinem Lichte wandelnd ein Stück Reich Gottes auf Erden erlebbar zu machen.
Aus: „Der Ring“, Ausgabe November 2010
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